Seeclub Stäfa gewinnt fünf Medaillen am Rotsee

Schweizermeisterschaften 2026, 03.-05.07., Rotsee-Luzern

Die nationale Rudersaison endete mit dem grossen Finale auf dem Rotsee in Luzern: den Schweizermeisterschaften. Über 750 Boote kämpften während drei Tagen auf dem «Göttersee» um die begehrten Medaillen in den verschiedenen Alters- und Bootskategorien.

Den Auftakt am Freitag machte der U19-Mixed-Zweier mit Stella Timm und Maximilian Gyr. Den Vorlauf in dieser neu eingeführten Bootsklasse gewannen die beiden souverän und gingen so als Mitfavoriten in den Final. Im Medaillenrennen wollten die beiden früh alles klar machen und passierten die Streckenhälften mit einem grossen Vorsprung. Doch auf dem zweiten Rennkilometer kam das Boot vom Grasshopper Club Zürich näher und näher. Das Duo Timm/Gyr rettete sich mit knapp 1.5 Sekunden Vorsprung ins Ziel und holte sich souverän den Schweizermeistertitel und krönte somit eine äusserst erfolgreiche Saison. Am Sonntag doppelte Stella Timm gleich nach: In einem Renngemeinschafts-Doppelvierer mit Ruderinnen aus Kreuzlingen und Wädenswil gewann sie in einem spannenden Finale ihre zweite Goldmedaille. Im U19-Einer belegte Stella Timm Rang sechs, Maximilian Gyr ruderte auf Rang fünf.

In der U17-Kategorie waren zwei Stäfner-Boote am Start: Liam Schnüringer und Wolfie Milewski ruderten auf den starken 10. Rang; eine gute Leistung in einem der grössten Felder. Sophie Perlmutter und Marie Lambertz (RC Rapperswil-Jona) konnten nicht mit der Pace der anderen Boote mithalten und schieden im Vorlauf aus.

Auch für den Elite-Doppelvierer mit Yannick Hürzeler, Nino Piffaretti, Janis Jucker und David Appenzeller endete die Meisterschaft bitter: In einem starken Feld mussten sie All-In gehen, um ihre Chancen aufs Finale zu wahren. Auf der ersten Streckenhälfte konnten sie sich noch im Feld halten. Die Lücke zu den Booten auf den finalberechtigten Plätzen wurde danach aber immer grösser; das Boot verpasste den Finaleinzug schlussendlich deutlich. Das gleiche Schicksal erlitt auch Tillo Razzai im Männer-Einer: In einem hochdotierten Vorlauf konnte auch er sich nicht für das Medaillenrennen qualifizieren.

Im Mixed-Doppelzweier qualifizierten sich Nina Wettstein und Janis Jucker souverän für das Finale. Dort setzte Janis Jucker eine bittere Serie fort: Bereits zum dritten Mal in Folge (nach der SM 24 und SM 25) beendete er ein Meisterschaftsrennen auf dem undankbaren vierten Rang.

Grund zum Jubeln hatten die vier Masters-Ruderer: Fabio Razzai und Andy Hartmann gewannen im Doppelzweier abgeklärt Gold, Tom Büchel und Michael Rabe holten im selben Rennen die Bronzemedaille. Im Doppelvierer spielten die vier Ruderer dann gross auf: Sie gewannen das Rennen überlegen und sorgten für die zweite Stäfner Goldmedaille.

Zurück in Stäfa wurde eine weitere Rudersaison im Rahmen der traditionellen Meisterfeier würdig abgeschlossen. Das Team bedankte sich beim Chef Leistungssport, Tom Büchel, und ihren Trainern Stefan Jucker, Irene Timm und Rubino Marconi für ihren unermüdlichen Einsatz, welchen sie tagtäglich – bei Wind und Wetter im Motorboot, bei wummernden Bässen im Kraftraum und vor den Bildschirmen bei der Video- und Datenanalyse – leisten.

Während es für den grossen Teil des Teams in die wohlverdiente Sommerpause geht, steht für die beiden frisch gekürten Schweizermeister Stella Timm und Maximilian Gyr ein weiteres Highlight an: Sie konnten sich für den Coupe de la Jeunesse, eine europäische Nachwuchsregatta, qualifizieren. Die diesjährige Austragung findet vom 24. – 26. Juli am Rotsee in Luzern statt. Maximilian Gyr startet im Doppelvierer, Stella Timm im Doppelzweier mit Emaline Meylan vom Seeclub Küsnacht.

Auch Nina Wettstein wurde von SWISS ROWING für zwei internationale Wettkämpfe selektioniert: An der Europameisterschaft in Varese (31.07.–02.08.) und an der Weltmeisterschaft in Amsterdam (24.08.–30.08.) startet Nina Wettstein im Doppelvierer.

«Das Regattateam vom Seeclub Stäfa bedankt sich beim Trainerteam, allen Vereinsmitgliedern, beim Vorstand, ihren Familien und der Gemeinde Stäfa, welche es uns möglich machen, diese wunderschöne Sportart in diesem Rahmen ausüben zu können – Herzlichen Dank! Vielen Dank auch allen Stäfner Bürgerinnen und Bürgern, die mit ihrer Zustimmung zum neuen Bootshaus den Grundstein für viele weitere, erfolgreiche Leistungssportjahre im Seeclub Stäfa gelegt haben.»

Erfolge an der SM 2026

Die Leistungssportlerinnen und -sportler des Seeclubs Stäfa konnten an der Schweizermeisterschaft vom 3. bis 5. Juli gute Resultate und einige Medaillen nach Hause bringen. Diese wurden am Sonntagabend gleich mit einem gemeinsamen Grillabend gefeiert. Ein detaillierter Bericht zur SM folgt noch. Hier schon einmal die Auflistung der Medaillengewinnerinnen und -gewinner – HERZLICHE GRATULATION für die tollen Leistungen!
Gold: Stella Timm und Maximilian Gyr im Doppelzweier Junioren Mixed U19
Gold: Stella Timm im Doppelvierer U19 (Renngemeinschaft SC Wädenswil)
Gold: Fabio Razzai und Andi Hartmann im Doppelzweier Masters D
Gold: Tom Büchel, Fabio Razzai, Michael Rabe, Andi Hartmann im Doppelvierer Masters D
Bronze: Tom Büchel und Michael Rabe im Doppelzweier Masters D

Hitzige Rennen am Greifensee

Die Serie der nationalen Regatta wurde mit der Regatta Greifensee in Maur abgeschlossen. Die heissen Temperaturen machten allen Beteiligten zu schaffen; eine entsprechende Hitzewarnung wurde vom OK im Vorfeld herausgegeben.

Die Masters (Andy Hartmann, Fabio Razzai, Michael Rabe und Tom Büchel) mussten sich im Doppelvierer nur knapp dem Boot aus Deutschland geschlagen geben. Auch in den Doppelzweiern zeigten sie starke Rennen; über die beiden Tage resultierten die Plätze 1, 1, 2 und 3.

In der U19-Kategorie machte Stella Timm dort weiter, wo sie in Sarnen aufgehört hatte: Sie dominierte ihre Gegnerinnen im Einer und gewann die Regatta überlegen. Maximilian Gyr gönnte sich, nach intensiven Wochen, eine wohlverdiente Pause. Laurent Duval startete an seiner ersten Regatta im Einer: Für ihn gilt es, sich erst einmal an den Regattabetrieb zu gewöhnen; er ruderte auf Platz 9.

Bei den U17 ruderte Sophie Perlmutter sowohl im Einer als auch im Doppelzweier auf den soliden achten Rang. Liam Schnüringer und Wolfie Milewski zeigten im Zweier ein super Rennen und ruderten auf Rang 3.

Die Elite-Ruderer starteten prüfungsbedingt im Riemenzweier statt wie gewohnt im Doppelvierer. Janis Jucker und David Appenzeller zeigten ein starkes Rennen mit einem fulminanten Endspurt. Die Basler; ihrerseits fünftplatzierte an der Junioren-EM, konnten sich mit 54 Hundertstel ins Ziel retten.