Herbstregatta Sursee

Traditionell findet am Stäfner Chilbi-Wochenende die Herbstregatta in Sursee statt. Die Regatta startet am Samstagnachmittag mit dem Grossen Preis vom Sempachersee – dem ca. 6.5km langen Achterrennen von Sempach nach Sursee. Als einzige Stäfnerin startete Stella Timm in einem Renngemeinschaftsachter mit Reuss Luzern, Küsnacht und Wädenswil. Stella Timm machte dort weiter, wo sie vor der Sommerpause aufgehört hatte: Überlegen gewann sie mit ihrem Team die Juniorinnen Wertung; zudem war der RGM-Achter das zweitschnellste Frauen-Boot überhaupt.

Schauplatz vom zweiten Renntag war der enge Trichter von «Soorsi»; eine kleine Bucht des Sempachersees. Über eine Distanz von etwa 470 Metern starteten im 4-Minuten-Takt die Boote in das Sprintrennen. Acht Athletinnen und Athleten aus Stäfa standen am Start: Vicky Perlmutter, Maria Matthes, Erik Rieser und Elias Rhein zeigten an ihrem ersten Regattastart gute Rennen.

Der nächste Härtetest folgt schon bald: In Mulhouse (F) steigt am 31. Oktober die gefürchtete Halloween-Party: der Langstreckentest im Skiff über 6km als Start in die neue Rudersaison.

Beachsprint-Schweizermeisterschaften St. Sulpice (VD)

Zum ersten Mal startete ein Stäfner Boot an einer Beachsprint-Regatta: Stella Timm und Eric Timm waren im Elite-Mixed-Zweier gemeldet. Das Beachsprint-Format verspricht viel Action, da die Rennen nur kurz dauern und es auf der abwechslungsreichen Strecke immer wieder zu verschiedenen Malheurs kommen kann.

Beim Beachsprint startet die Person am Schlag am Strand und rennt ins Boot, welches von den beiden «Boat handlers» bereitgehalten wird. Danach wird ein 250 Meter langer Slalomkurs mit anschliessender Wende gerudert; der anschliessende Rückweg wird nicht im Slalom gefahren. Sobald das Boot auf den Strand auffährt, hüpft die hinterste Person aus dem Boot und rennt die ungefähr 50 Meter zum Buzzer auf der Ziellinie.

Nach dem Training am Freitag, bei dem die verschiedenen Manöver ausprobiert wurden, begann die Regatta für die beiden Timm-Geschwister am Sonntagmorgen mit den Time-Trials. Bei den Time-Trials fahren alle Boote den Kurs einzeln einmal ab. Dabei qualifizieren sich die acht schnellsten Boote für die KO-Runde; der Rest scheidet aus.

Mit der drittschnellsten Zeit qualifizierte sich das Stäfner Boot souverän für das Viertelfinale am Nachmittag.

In ihrem Viertelfinal konnten sie an ihre starke Leistung vom Morgen anknüpfen und gewannen deutlich gegen das Solothurner Boot. Im Halbfinal wartete mit den Erlenbachern eine Crew mit deutlich mehr Coastal-Erfahrung – die Stäfner qualifizierten sich für das B-Finale.

Auch im B-Finale stand mit den Vorjahressiegern aus Vésénaz eine schwierige Aufgabe an; Stella und Eric Timm verpassten das Podest als Vierte schliesslich knapp. Trotz dieses etwas undankbaren vierten Rangs ist das eine super Leistung – waren die drei schnelleren Crews doch allesamt deutlich Coastal-erprobter.

Bilder: Arnaud Bertsch

Weltmeisterschaften Amsterdam (NED)

Mit den Weltmeisterschaften auf der legendären Bosbaan in Amsterdam endete die Rudersaison für das Nationalkader. SWISS ROWING selektionierte für die Titelkämpfe die gleichen Boote wie an der EM in Varese.

Der Schweizer Frauen-Doppelvierer mit Nina Wettstein, Flavia Lötscher (SC Luzern), Célia Dupré (CA Vésénaz) und Lisa Lötscher (SC Luzern) starteten am Dienstag mit ihrem Vorlauf in die Regatta. Mit einem knappen Sieg vor den späteren Bronzemedaille-Gewinnerinnen aus den USA und der zweitschnellsten Zeit aller Boote zogen sie souverän in den Halbfinal ein.

In ihrem Halbfinal hatten sie mit den Amerikanerinnen, den Rumäninnen und den Deutschen gleich drei Schwergewichte zugeteilt bekommen. Das Feld blieb lange nahe zusammen – die vier Schweizerinnen überquerten schlussendlich mit einer Sekunde Rückstand auf den finalberechtigten dritten Rang die Ziellinie und wurden so in den B-Final um die Ränge 7-12 verwiesen.

Nina Wettstein sagte nach dem Halbfinal gegenüber SRF:

«Es ist sicher enttäuschend, wir haben und das ein bisschen anders vorgestellt; vor allem nach den Europameisterschaften. […] Im Moment tut es sicher weh, es ist doof und es nervt auch; man hinterfragt sich, was man alles hätte besser machen können. […] Es waren heute einfach viele kleine Sachen, welche heute nicht ganz zusammengepasst haben und dann im Endeffekt dazu geführt haben, dass es heute um diese eine Sekunde nicht gereicht hat.»

Im B-Final am Sonntag zeigten die amtierenden Europameisterinnen nochmals ihr Potenzial: Sie gewannen den kleinen Final mit einem abgeklärten Rennen und beendeten so die Weltmeisterschaften auf dem siebten Rang.

Herzliche Gratulation zu dieser Leistung – wir sind stolz auf euch!

Mit dem Abschluss der WM geht es nun für das Elite-Kader in die wohlverdienten Ferien, bevor es schon bald wieder mit dem Wintertraining für die nächste, wichtige Rudersaison mit Heim-WM und Vergabe der Olympia-Plätze losgeht.

Bilder: Detlev Seyb/Maren Derlien (via SWISS ROWING)