Mit den Weltmeisterschaften auf der legendären Bosbaan in Amsterdam endete die Rudersaison für das Nationalkader. SWISS ROWING selektionierte für die Titelkämpfe die gleichen Boote wie an der EM in Varese.
Der Schweizer Frauen-Doppelvierer mit Nina Wettstein, Flavia Lötscher (SC Luzern), Célia Dupré (CA Vésénaz) und Lisa Lötscher (SC Luzern) starteten am Dienstag mit ihrem Vorlauf in die Regatta. Mit einem knappen Sieg vor den späteren Bronzemedaille-Gewinnerinnen aus den USA und der zweitschnellsten Zeit aller Boote zogen sie souverän in den Halbfinal ein.
In ihrem Halbfinal hatten sie mit den Amerikanerinnen, den Rumäninnen und den Deutschen gleich drei Schwergewichte zugeteilt bekommen. Das Feld blieb lange nahe zusammen – die vier Schweizerinnen überquerten schlussendlich mit einer Sekunde Rückstand auf den finalberechtigten dritten Rang die Ziellinie und wurden so in den B-Final um die Ränge 7-12 verwiesen.
Nina Wettstein sagte nach dem Halbfinal gegenüber SRF:
«Es ist sicher enttäuschend, wir haben und das ein bisschen anders vorgestellt, vor allem nach den Europameisterschaften. Im Moment tut es sicher weh, es ist doof und es nervt auch; man hinterfragt sich, was man alles hätte besser machen können. Es waren einfach viele kleine Sachen, welche heute nicht ganz zusammengepasst haben und dann im Endeffekt dazu geführt haben, dass es heute um diese eine Sekunde nicht gereicht hat.»
Im B-Final am Sonntag zeigten die amtierenden Europameisterinnen nochmals ihr Potenzial: Sie gewannen den kleinen Final mit einem abgeklärten Rennen und beendeten so die Weltmeisterschaften auf dem siebten Rang.
Herzliche Gratulation zu dieser Leistung – wir sind stolz auf euch!
Mit dem Abschluss der WM geht es nun für das Elite-Kader in die wohlverdienten Ferien, bevor es schon bald wieder mit dem Wintertraining für die nächste, wichtige Rudersaison mit Heim-WM und Vergabe der Olympia-Plätze losgeht.

