Sunday Race vom 19. Juni 2022

Am Sonntagmorgen hat bei besten Bedingungen endlich wieder das Sunday Race unter der Schirmherrschaft des RC Zürich stattgefunden. Nach einer zweijährigen COVID-Zwangspause war die Beteiligung leider noch sehr verhalten, so dass sich das Feld der Teilnehmerinnen auf sechs Doppelvierer beschränkte und die geplanten Kategorien Achter und Doppelzweier leider nicht durchgeführt werden konnten. Umso erfreulicher, dass der Seeclub Stäfa die Chance ergriffen hat und nach 2015 erstmals wieder mit einem Boot an den Start gegangen ist. Alice Bechtiger hat nicht lange gezögert und mit Sophie Zurkinden, Gabriela Ochsner und Naomi John ein Team formiert, um erste Regattaluft zu schnuppern.

Als Anfang April der Startschuss für das Training gefallen ist, sind noch vier Ruderindividualistinnen ins Boot gestiegen – gerade einmal zehn Wochen später ein Team, das konsequent ein Ziel verfolgt und sich nicht vom Kurs hat abringen lassen. Voller Vorfreude und mit einer gesunden Portion Nervosität ging es am Sonntagmorgen um 5:30 Uhr Richtung Zürich. Pünktlich um 7:30 ist der Startschuss für den ersten Vorlauf gefallen, der vom CNF, RC Baden und PRC 1 bestritten wurde. Der zweite Vorlauf folgte um 7:40 Uhr unter Beteiligung des Seeclub Stäfa, des PRC 2 sowie des RC Thalwil.

Zu einem Herzschlagfinale kam es in keinem der Vorläufe, die Ladies im RedBull haben allerdings mit solider Leistung gepunktet, sich gegenüber dem PRC 2 durchgesetzt und sich mit Platz 2 für den A-Final qualifiziert. Um 8:35 Uhr standen mit dem PRC 1 die verdienten Siegerinnen des diesjährigen Sunday Race fest, gefolgt vom RC Baden, dem RC Thalwil und auf einem sehr guten vierten Platz der Seeclub Stäfa. Und wie hat es der Kommentator so treffend formuliert: «Heute gab es 24 Siegerinnen, die einen mit etwas mehr, die anderen mit etwas weniger Glücksgefühlen».

Das Team um Alice hat eine grossartige Leistung vollbracht, zu der wir herzlich gratulieren und die Ansporn für weitere mutige und ehrgeizige Breitensportlerinnen sein sollte! Interessierte Ruderinnen dürfen sich übrigens jederzeit gerne bei Evelyn melden. Und weil im Rudersport das Miteinander und die Geselligkeit nicht fehlen darf, gab es im Anschluss an die Regatta einen reichhaltigen Brunch für alle Ruderinnen und die zahlreichen Helfer:innen. Apropos Miteinander: Tatkräftige Unterstützung erhielt das Sunday Race-Team von Evelyn, Barbara, Balz, Hans, Fabio, Rubino und Ueli, die den RedBull ins Seebecken und zurück gerudert haben.

Regattateam weiterhin auf Kurs!

Ein Bericht unseres U17 Juniors Gil Payer von der Regatta Greifensee

Ein letztes Mal wurden die Boote für eine normale nationale Regatta aufgeladen. Die Regatta Greifensee vom 11.6. /12.6. war die letzte Regatta vor den lange hingearbeiteten Schweizermeisterschaften. Einige sahen dies als Training und probierten nochmals Taktiken aus, um ihr Boot noch schneller zu machen. Das sonnige, jedoch auch sehr heisse Wetter und die guten Wasserverhältnissen bedingten ein klasse Regattawochenende. Schon am Samstag zeigten die Juniorinnen und Junioren vielversprechende Leistungen, die in fast allen Fällen zum A-Final geführt haben. Henrik Quast raste mal wieder im U15 Skiff allen davon. Die Einer Männer, teils Leichtgewicht, mit Gian und Janis Jucker, David Appenzeller und Bouke Wispelweij waren ebenfalls im vorderen Feld zu finden. Des weiteren qualifizierte sich der Doppelvierer Junioren U17 mit Gil Payer, Yannick Hürzeler, Henrik Quast und Simon Büchel, sowie der Doppelzweier U17 mit den beiden Heck-Männern des U17 Doppelvierers mit dem zweiten Platz für die erste Serie am Sonntag. In der Frauenkategorie trocknete Stella Timm ihre Gegnerinnen auf dem ersten Platz ab. Nicht zu vernachlässigen natürlich unsere Masters mit Thomas Büchel und Andi Hartmann im Doppelzweier, die erfolgreich den zweiten Platz verteidigten.

Der nächste Tag begann für einige schon um halb sieben  – was im Gegensatz zu den Wochenend-Trainings um sechs Uhr eigentlich nicht so früh ist. Mit vollem Fokus und Motivation stürzten sich die Juniorinnen und Junioren in ihre 2000, 1500 oder 1000 Meter. Die konzentrierte Race-Prep hat sich gelohnt, denn Gian und Janis Jucker und David Appenzeller erreichten in dieser Reihenfolge den zweiten, dritten und vierten Platz im A-Finale der Einer Männer Leichtgewicht. Bouke Wispelweij und Eric Timm verbesserten sich stark im Rennen am Sonntag und erreichten Platz 2, ebenfalls im A-Finale. Weitere Spitzenleistungen im A-Final zeigte Henrik Quast auf dem ersten Platz, sowie auch Stella Timm im U15 Skiff. Der U17 Doppelzweier mit Gil Payer und Yannick Hürzeler erreichte den dritten Platz, sowie Thomas Büchel und Andi Hartmann in der Masters Kategorie. Im B-Final gewann der U17 Doppelvierer mit Gilles Fehlmann aus Erlenbach anstelle von Henrik Quast. Viel Mühe haben sich auch Sara Oberholzer und Viviane Niess gegeben, die knapp im Mittelfeld der ersten Serie des Doppelzweier Juniorinnen U19 mithalten konnten. Janis Jucker und David Appenzeller haben sich mit zwei Trainings im Zweier ohne Stm. an ein Rennen der Männerkategorie gewagt und zweimal den vierten Platz in der ersten Serie erreicht. Simon Büchel erreichte in der stark belegten U17 Skiff Kategorie das A-Finale und liess sich mit Rang fünf von seinen Gegnern nicht runterkriegen. Die Stimmung am Regattaplatz war durchs Band gut und energiegeladen. Ein grosses Dankeschön geht an unseren Headcoach Stefan Jucker, sowie an Iréne Timm, Mark Quast und Rubino Marconi, die sich alle um die Juniorinnen und Junioren gekümmert, gecoached und motiviert haben. Für alle war es wieder einmal ein freudeerregendes und spannendes Wochenende, das sehr Spass gemacht hat. Nun ist der Endspurt der Saison angesagt und alle Teams geben nochmals Vollgas. Mit der top Betreuung der Trainer*in werden letzte technische Details optimiert und Laktatverträglichkeits-Trainings gemacht, um an den Schweizermeisterschaften so richtig in den «Exploit» (Zitat: Stefan Jucker) zu gehen.